Auf einem Aussiedlerhof im hessischen Wächtersbach ist am späten Mittwochabend nach einem Blitzeinschlag ein großer Kuh- und Schweinestall in Brand geraten. In dem Stall hielten sich zur Zeit des Brandausbruchs rund 50 Tiere auf. Nachbarn hatten den Brand bemerkt und sofort die Ställe geöffnet, um noch so viele Tiere wie möglich zu retten. „Es gab einen Schlag und dann hatte es gebrannt“, so einer der Tierretter. Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Stall bereits lichterloh. Sofort wurden weitere Wehren und eine zweite Drehleiter aus dem Nachbarort alarmiert. Die Feuerwehr versuchte noch weitere Tiere zu retten und so konnten rund 30 Schweine und mehrere Kälber aus dem völlig verqualmten Stall gerettet werden. Manuel Gottschalk, Tierretter: „Ich war fünf Minuten vorher noch im Stall und bin zu einem Nachbarn. Dann gab es einen Schlag und alles hat gebrannt. Wir sind nur gerannt und haben zugesehen, dass die Tiere schnell herauskommen. Mein Vater hat einen Bullen, Rinder und Kälber herausgeholt. Leider mussten einige erschossen werden.“ Der Besitzer und ein Mitarbeiter erlitten bei den ersten Rettungsbemühungen eine Rauchgasvergiftung und mussten vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden. Für fünf Tiere endete das Feuer jedoch mit dem Tod. Die geretteten Schweine liefen in der Umgebung herum und mussten von der Feuerwehr wieder eingefangen werden. Der Stall wurde bei dem Feuer völlig zerstört. Der Sachschaden liegt bei über 100.000 Euro.

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