Die Leitstelle des Vogelsbergkreises meldet um 00.07 Uhr einen Unfall zwischen Groß-Eichen und Ruppertenrod. Eine Person soll eingeklemmt sein. Nach ersten Informationen soll es sich um eine 42-jährige Fahrerin aus dem Vogelsbergkreis handeln. Die Fahrerin kam mit ihrem Ford Mondeo aus Richtung Ruppertenrod in Richtung Groß-Eichen gefahren. Sie sei einem Hang herunter und an einer Hecke hängen geblieben. Die 42-Jährige war eingeklemmt und wurde von der Feuerwehr befreit.

Ihr Ehemann fuhr in einem zweiten Fahrzeug vor ihr die Strecke ab. Im Rückspiegel muss der Ehemann gesehen haben, wie seine Frau einen Abhang hinunter gefahren ist. Sie sei gegen einen Baum geknallt, habe sich gedreht und lag dann eingeklemmt in ihrem Fahrzeug. Der Ehemann habe dann den Notruf abgesetzt. Laut Feuerwehr habe die 42-Jährige Glück gehabt. Denn wenn sie alleine gefahren wäre, hätte man sie vermutlich längere Zeit nicht gefunden, da diese Strecke besonders nachts nicht häufig befahren wird, sagte Martin Schlosser, Gemeindebrandinspektor Mücke. Zudem hätte man das Fahrzeug nicht gut gesehen. Bei den Minusgraden besteht zudem die Gefahr, dass eine verletzte eingeklemmte Person den Unfall evtl. nicht überlebt.

„Der Pkw ist in die Böschung hineingerutscht und lag parallel zur Fahrbahn, was die Sache nicht leichter gemacht hat. Er wurde durch Büsche aufgefangen. Die Person lag quer im Fahrzeug.“ Für die Feuerwehr gestaltete sich die Bergung schwierig, da rundherum Büsche, die der Pkw niedergedrückt hat“, so Martin Schlosser. Mit einer Kettensäge musste das Fahrzeug freigeschnitten werden, um einen sauberen Zugang zu der verletzten Person zu bekommen. „Wir haben das Fahrzeug und uns selbst absichern müssen. Über eine Steckleiter haben wir die Frau Stück für Stück nach oben befördern müssen“, so der Gemeindebrandinspektor. Für die Bergung der Person benötigte die Feuerwehr rund eine Stunde. Es entstand nach Schätzung der Polizei ein Sachschaden von rund 6.000 Euro. Die 42-Jährige kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Vor Ort waren 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Nieder-Ohmen, Mücke und die Feuerwehr Ruppertenrod, sowie der Rettungsdienst, ein Notarztwagen und eine Streifenbesetzung der Polizeistation Alsfeld. +++

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