Gut ein Dutzend Feuerwehrmänner und Frauen der Alsfelder Kernstadtfeuerwehr nutzen den Morgen des Brückentags am Freitag für die Weiterbildung. Vor der Übung stand der obligatorische Schnelltest der Übungsteilnehmer an. Naomi Hedrich baute eine mobile COVID-19 Teststation auf. Die Feuerwehren verfügen Dank des Land Hessen über Schnelltests. Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer, der als Frankfurter Berufsfeuerwehrmann die Befähigung erhielt Feuerwehrmänner und Frauen im Umgang mit dem Schnelltest zu schulen, gab dieses Wissen an mehreren Schulungsterminen innerhalb der Feuerwehr der Stadt Alsfeld weiter. So ist inzwischen jeder Alsfelder Stadtteil in der Lage vor den Feuerwehrübungen einen Schnelltest anzubieten.
Mathis Kruse, der seine alte Garage abreisen wollte stellte diese zur Übung eines Gebäudeeinsturzes zur Verfügung. Laut dem Alsfelder Alarmplan wäre bei diesem Meldebild Alsfelds Einheit des Technischen Hilfswerk gleich mit von der Partie. Pandemiebedingt entschloss man sich aber den die Anzahl der ehrenamtlichen Retter klein zu halten. Ein Gebäudeeinsturz, ein recht seltenes Einsatzstichwort, welches einige Besonderheiten aufweist. So darf der sogenannte Trümmerberg nicht betreten werden damit die verschüttete Person nicht noch weiter gefährdet wird. Auch ist vorsichtiges Arbeiten notwendig damit die Person nicht durch nachrutschende Trümmer gefährdet wird. Auch müssen Sekundärgefahren die zum Beispiel durch zerstörte Ver- und Entsorgungsleitungen beachtet werden. Im Anschluss an die rund zweieinhalb stündige Übung die durch den Zugführer Sascha Knaust geleitet wurde stand noch ein gemeinsames Mittagessen auf dem Plan. Nach 10-monatiger Pause konnte erstmals wieder der Grill angeheizt werden. Bereits vier Stunden nach der Übung stand man wieder im Feuerwehrhaus. Ein Unwetter zog über das Stadtgebiet.

Bericht
Carsten Schmidt
Wehrführer und stellvertretender Stadtbrandinspektor

Bilder: Mathis Kruse