Als der Funkmelder der Feuerwehr Mücke am Samstagnachmittag ging, dachte mancher Kamerad beim Blick auf den Ereignisort möglicherweise: Nicht schon wieder. Denn genau wie vor sechs Wochen ging es zu einer Kreuzung bei Atzenhain und genau wie damals verhieß die Alarmmeldung nichts Gutes. Am 12. April waren hier zwei Autos miteinander kollidiert: eine Frau starb, ein Mann erlitt schwerste Verletzungen.

Und auch heute sah das Unglücksbild dramatisch aus. Ein Anhängergespann war über den Kreuzungsbereich gefahren. Der Fahrer hatte möglicherweise aufgrund der tiefstehenden Sonne die Passage nicht gesehen und war in die vorfahrtsberechtigte Straße einfach eingefahren. Ein dort herannahender Opel Zafira traf den Nissan in der Beifahrerseite, wodurch sich dessen Hänger löste und das Fahrzeug sich überschlug.

Anders als im April hatten sich dieses Mal glücklicherweise alle Insassen mit der Unterstützung von Ersthelfern selbst befreien können. Auf die Rettungskräfte wartete eine Mammutaufgabe. Denn sie mussten vier Erwachsene und drei Kinder versorgen, die allesamt verletzt waren. Zahlreiche Rettungswagen und auch Hubschrauber machten sich zum Unglücksort auf. Am Ende wurde eine 29-Jährige sowie ein Kind aus dem Opel mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen. Die 25-jährige Beifahrerin aus dem Nissan, die im neunten Monat schwanger ist, kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die übrigen Betroffenen erlitten leichte Verletzungen.

Auch für die Feuerwehr ist ein solcher Einsatz, bei dem es mehrere Kinder zu betreuen gilt, kein einfacher. Nach mehreren Stunden konnten die Kräfte wieder einrücken. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft jetzt, ob der Kreuzungsbereich durch die Sonneneinstrahlung tatsächlich schlecht zu sehen war. +++

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