Kein leichter Anblick für die Rettungskräfte: Mitten in der Nacht zu Samstag krachte auf der K93 zwischen Weidenau und Freiensteinau ein Opel Insignia mit hoher Geschwindigkeit frontal in einen Baum. Der Pkw wurde dabei massiv im Frontbereich zerstört. Der 20-jährige Fahrer und ein 14-jähriger Junge wurden bei dem Unfall schwer verletzt, ein 15-Jähriger überlebte den Unfall nicht. „Solche Einsätze sind immer wieder schwierig“, erklärt Gemeindebrandinspektor Karsten Muth noch sichtlich geschockt von den dramatischen Eindrücken am Unfallort. Als er und seine Kameraden an der Unfallstelle eintrafen, waren der Fahrer und die beiden Teenager schwer in dem völlig verformten Fahrzeug eingeklemmt. Den 20-jährigen Fahrer konnten die Retter recht schnell befreien, aber er für die Rettung des 14-jährigen, der offenbar nicht angeschnallt war und durch die Wucht des Aufpralls nach Vorne geschleudert und dort eingeklemmt worden war, benötigten die Retter schweres Gerät und einige Zeit. Für den zweiten Jungen, der hinter dem Fahrer saß, kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb an seinen schweren Verletzungen. Besonders schwer für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr: Der junge Fahrer ist in der Gemeinde vielen persönlich bekannt. Im Anschluss an die Rettungsarbeiten betreute eine Notfallseelsorgerin die Rettungskräfte und Polizeibeamten noch vor Ort. „Man muss sich auf solche Einsätze einstellen, aber es ist immer eine große Belastung für uns“, erklärt Einsatzleiter Muth, „Daher besprechen wir solche Einsätze später auch mit der Notfallseelsorge intern“. Warum es zu dem schweren Unfall kam, ist noch unklar. Ein Gutachter soll den Unfallhergang rekonstruieren. Die Wucht des Aufpralls an dem Baum war allerdings so groß, dass der massive Motorblock mehrere Meter weit aus dem Fahrzeug herausgeschleudert wurde und auf dem angrenzenden Feld zum Liegen kam. +++