Am Mittwochmorgen, gegen 10:30 Uhr, verursachte ein Sattelzug mit polnischen Kennzeichen auf dem Parkplatz Schildeck an der A 7 im Bereich Unterfranken einen größeren Sachschaden. Zufällig vor Ort befindliche Bedienstete der Autobahnmeisterei Oberthulba, die den Sachverhalt beobachtet hatten, sprachen den Fahrer an und forderten ihn auf, bis zum Eintreffen der Polizei an Ort und Stelle zu warten. Der aggressiv auftretende Lkw-Fahrer setzte jedoch einfach seine Fahrt in Richtung Fulda fort, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern, was eine polizeiliche Fahndung auslöste. Die beiden Mitarbeiter der Autobahnmeisterei nahmen ihrerseits die Verfolgung des Sattelzugs auf und gaben telefonisch ständig aktuelle Standortmeldungen an die Polizeiautobahnstation Petersberg weiter. Zwischenzeitliche weitere Ermittlungen ergaben, dass sowohl die Zugmaschine als auch der Auflieger durch polnische Behörden wegen eines Eigentumsdelikts zur Fahndung ausgeschrieben worden waren. Eine Streife der Polizeiautobahnstation Petersberg konnte den Sattelzug schließlich gemeinsam mit vor Ort befindlichen Kräften der Bereitschaftspolizei aus Kassel an der Anschlussstelle Hünfeld/Schlitz aufnehmen und auf dem Parkplatz Mahlertshof anhalten. Der Fahrer, ein 28-jähriger polnischer Staatsbürger, widersetzte sich den polizeilichen Anweisungen, verbarrikadierte sich in der Fahrerkabine und filmte mit seinem Mobiltelefon die eingesetzten Beamten. Erst auf mehrfache Aufforderung hin und unter Androhung des gewaltsamen Öffnens der Tür, lenkte er ein und konnte im Führerhaus festgenommen werden. Der von ihm geführte Sattelzug wurde sichergestellt und der Beschuldigte bis zu seiner Vorführung beim Haftrichter ins Polizeigewahrsam eingeliefert. Die Kriminalpolizei in Fulda übernahm die weiteren Ermittlungen, die derzeit noch andauern. +++