Mit einer Aufklärungsquote (AQ) von 69,7 Prozent hat das Polizeipräsidium Osthessen nochmals eine Steigerung um +0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr erzielen können und wieder eine Bestmarke erreicht. Auch im Vergleich aller Polizeipräsidien liegt die osthessische Polizei mit diesem Wert zum zweiten Mal in Folge auf dem Spitzenplatz in Hessen. Für das Jahr 2020 wurden in Osthessen 18.671 Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfasst. Das sind 616 Fälle beziehungsweise 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 4.154 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2019: 4.019) liegt die Kriminalitätsbelastung in Osthessen jedoch weiterhin deutlich unter der Zahl des gesamten Bundeslandes Hessen von 5.446.

Corona-Pandemie hat die Kriminalitätsentwicklung maßgeblich beeinflusst

„Die Einflüsse der Corona-Pandemie haben die Kriminalitätsentwicklung maßgeblich beeinflusst und die Polizei vor weitere Herausforderungen gestellt“, sagt Polizeipräsident Günther Voß, der sich zugleich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Polizeipräsidiums Osthessen für die geleistete Arbeit bedankt: „Die Zahlen belegen erneut, dass Osthessen eine der sichersten Regionen Hessens ist“. Spürbar waren die Rückgänge bei den Straftaten im öffentlichen Raum, wie Körperverletzung, Straßenraub oder Laden- und Taschendiebstahl. Hingegen ist insbesondere im Bereich der Betrugs- und Internetkriminalität wieder ein Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Subventionsbetrug wegen Corona-Soforthilfen oder abgewandelte Formen der bekannten Betrugsmaschen wurden entgegen allgemeiner Prognosen nur vereinzelt festgestellt. Insgesamt 633 Fälle von häuslicher Gewalt wurden im Jahr 2020 in Osthessen registriert, was einer Zunahme um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (2019: 614 Fälle). Die Einhaltung und Überprüfung der geltenden Verordnungen und Verfügungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bildeten einen Schwerpunkt polizeilicher Tätigkeiten. Dabei unterstützte die osthessische Polizei die originär zuständigen Gesundheits- und Ordnungsämter und leitete rund 750 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Waren es im Frühjahr und Sommer schwerpunktmäßig noch Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum, handelte es sich im Herbst und Winter zum Großteil um Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder die Ausgangsbeschränkungen. Hinzu kommen einige Strafverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz – zumeist wegen Verstößen gegen Quarantäneauflagen. Ferner wurden rund 140 Versammlungen und Veranstaltungen im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Osthessen gezählt. Darüber hinaus waren Kräfte der osthessischen Polizei täglich von Oktober 2020 bis Januar 2021 in die Einsatzmaßnahmen rund um den Weiterbau der A49 eingebunden – in der Spitze mit fast 180 Kolleginnen und Kollegen am Tag.

Größter Personalzuwachs in der Geschichte des Polizeipräsidiums Osthessen

Mit einer Sicherheitsoffensive sorgt die Hessische Landesregierung seit Jahren für die personelle Stärkung der Hessischen Polizei. Bis zum Jahr 2025 werden über 16.000 Polizisten in Hessen für Sicherheit und Ordnung sorgen. Dies ist im Vergleich zu 2014 ein Stellenplus von rund 18 Prozent. Das Polizeipräsidium Osthessen profitierte allein im Jahr 2020 mit 23 zusätzlichen Stellen, die schwerpunktmäßig zur personellen Stärkung des Wach- und Wechselschichtdienstes bei den Polizeistationen und der Kriminalpolizei eingesetzt wurden. So versehen unter anderem seit August fünf weitere Beamte am Polizeiposten Schotten ihren Dienst und sorgen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. „Durch die personelle Stärkung des Polizeipostens Schotten verfügen wir nicht nur Rund-um-die-Uhr über eine polizeiliche Präsenz im südlichen Vogelsbergkreis, sondern verbessern auch die Einsatz- und Reaktionszeit der Lauterbacher Polizeistation“, betont Polizeipräsident Günther Voß. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Kriminalitätsbekämpfung in Osthessen mit der Einrichtung einer Operativen Einheit Fulda, eines Kommissariats für Auswerte- und Analyseaufgaben, einem Kriminaldauerdienst (KDD) und einem Fahndungs- und Observationskommissariats nachhaltig gestärkt.

Fallzahlen der Straßenkriminalität erreichen Tiefststand

Bei den in der PKS erfassten Fällen von Straßenkriminalität ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 260 Fälle (-10,8 Prozent) bei einer gleichzeitigen Steigerung der Aufklärungsquote auf 27,7 Prozent (2019: 27,1 Prozent) festzustellen. Unter der Kategorie Straßenkriminalität ist eine Vielzahl von Delikten – unter anderem aus den Bereichen Diebstahl, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Raub – zusammengefasst, die im öffentlichen Raum begangen werden. Rückgänge wurden im Vergleich zum Vorjahr insbesondere beim schweren Diebstahl in / aus Kraftfahrzeugen um
73 Fälle (-36,7 Prozent), Diebstahl an Kraftfahrzeugen um 71 Fälle (-27,4 Prozent), Taschendiebstahl um 20 Fälle (-17,9 Prozent) und Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen um 46 Fälle (-6,7 Prozent) registriert. In einer Langzeitbetrachtung der Straßenkriminalität ist erkennbar, dass die Fallzahlen deutlich zurückgegangen sind. Während 2011 noch 3.893 Straftaten erfasst wurden, waren es 2020 nur noch 2.145. Dies bedeutet einen Rückgang um 1.748 Fälle (-44,9 Prozent) und damit das niedrigste Fallzahlenaufkommen in den letzten zehn Jahren. Selbst wenn die coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens die Tatgelegenheiten beeinflusst haben, verdeutlichen die seit Jahren rückläufigen Zahlen den Erfolg vielfältiger polizeilicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität, wie zum Beispiel die Videoüberwachung an neuralgischen Punkten, eine hohe sichtbare Polizeipräsenz mit verstärkten Kontrollen sowie der verstärkte Einsatz operativer Einheiten.

Rückgang bei den Fallzahlen der Körperverletzungsdelikte

Die Anzahl der Fälle von Körperverletzungsdelikten insgesamt sank im Jahr 2020 von 2.009 auf 1.882 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei 93,9 Prozent (2019: 93,4 Prozent). In 1.309 Fällen handelte es sich um vorsätzlich begangene einfache Körperverletzungshandlungen. Dies entspricht einer Abnahme im Vergleich zum Vorjahr um 90 Fälle. Zu der Summe der Körperverletzungsdelikte zählen auch Delikte der fahrlässigen Körperverletzung. Im Deliktsfeld Raub und räuberische Erpressung sank die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten im Jahr 2020 um 5 auf 120 Fälle. Die Aufklärungsquote beträgt 71,7 Prozent. Den größten Anteil macht dabei der räuberische Diebstahl mit 24 Fällen (20,0 Prozent) und einer Aufklärungsquote von 95,8 Prozent aus.

Fast jeder zweite Wohnungseinbruchsdiebstahl gescheitert

Im Jahr 2020 sank auch die Zahl der Diebstahlsdelikte insgesamt auf einen Tiefstwert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen und liegt zum zweiten Mal in Folge deutlich unter der 5.000-Marke. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Fallzahlen nochmals um 262 Fälle (-5,7 Prozent) mit einer Aufklärungsquote von 35,6 Prozent auf 4.372 Fälle zurück. Die Anzahl von Diebstählen ohne erschwerende Umstände sank um 389 auf 2.637 Fälle. Im Deliktsfeld Wohnungseinbruchsdiebstahl (WED) stiegen die Fallzahlen – nach einem kontinuierlichen Rückgang seit 2016 – erstmals wieder um 45 auf 269 Fälle mit einer Aufklärungsquote von 16,7 Prozent (2019: 16,1 Prozent). Damit liegen die Fallzahlen jedoch weiterhin unter dem Niveau von 2018 (281 Fälle) und bilden damit den zweitniedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen. Mit einem Anteil von 47,2 Prozent (127 Fälle) der im Versuchsstadium abgebrochenen WED hat das Polizeipräsidium Osthessen im Jahr 2020 einen historischen Spitzenwert erreicht. Somit scheiterte fast jeder zweite Einbruch in Osthessen. Der starke Rückgang der Fallzahlen seit 2016 sowie der hohe Anteil an Versuchstaten dürfte unter anderem auf einen anhaltend hohen Kontrolldruck, intensive Präventionsmaßnahmen und verbesserte Sicherungstechnik im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls zurückzuführen sein. So führten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle Prävention des Polizeipräsidiums Osthessen allein in den vergangenen drei Jahren bei 764 Bauherren, Geschäftsleuten sowie Haus- und Wohnungsbesitzern kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen durch. Auch die anhaltende Präventionsarbeit der osthessischen Polizei in den Medien sowie auf Veranstaltungen ist ein wesentlicher Beitrag, Wohnungseinbrüche zu verhindern.

Steigende Fallzahlen bei den Rauschgiftdelikten

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der registrierten Rauschgiftdelikte um 158 auf 1.518 Fälle, was insbesondere auf den Anstieg der allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (+159 Fälle) zurückzuführen ist. Die Aufklärungsquote liegt bei 94,9 Prozent (-1,6 Prozent). Zunahmen sind insbesondere bei den allgemeinen Verstößen mit Cannabis (+119 Fälle) und Amphetamin (+32 Fälle) feststellbar. Hingegen sind die Fallzahlen des illegalen Handels und Schmuggels mit Betäubungsmitteln mit 192 Fällen (2019: 214 Fälle) seit 2017 rückläufig. In Osthessen wurden im Jahr 2020 zwei Rauschgifttodesfälle bekannt. Da es sich beim dem Phänomenbereich der „Rauschgiftkriminalität“ um ein klassisches Kontrolldelikt handelt, ist der Anstieg unter anderem als Beleg für die hohe Präsenz und die intensiven Bemühungen der osthessischen Polizei in der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität zu sehen. Aber nicht nur Handel und Konsum mit Betäubungsmitteln stehen im Fokus polizeilicher Tätigkeiten, auch die Teilnahme am Straßenverkehr unter Drogeneinfluss stellt eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit dar. Mit zielgerichteten Kontroll- und Bekämpfungskonzepten – wie zum Beispiel den sogenannten DiS-Kontrolltagen (Drogen im Straßenverkehr) – ist auch hier das Ziel, die Entdeckungswahrscheinlichkeit zu erhöhen und bei den Tätern eine präventive Wirkung zu erzielen.

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte rückläufig

Die Zahl der Straftaten, bei denen Polizeivollzugsbeamte Opfer einer Straftat geworden sind, sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 21 (-14,5 Prozent) auf 124 Fälle. Dabei wurden 263 Polizeibedienstete als Opfer registriert. Den größten Anteil stellt der Widerstand gegen / tätliche Angriff auf Vollstreckungsbeamte mit 104 Fällen dar. Bereits seit Jahren investiert die Hessische Landesregierung mit moderner Ausstattung und Body-Cams gezielt in den Schutz von Polizistinnen und Polizisten. Allein im Jahr 2020 wurden 400 weitere Body-Cams angeschafft und an die Polizeipräsidien verteilt. Perspektivisch soll in Hessen jede Polizeistreife über eine Body-Cam verfügen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen sind bereits 32 Body-Cams im Einsatz und werden im täglichen Streifendienst eingesetzt. Hier wirken die Aufzeichnungsgeräte nicht nur deeskalierend, sondern dienen auch als objektives Beweismittel für mögliche Strafverfahren.

Zahl der registrierten Betrugsstraftaten nimmt zu

Die Anzahl der Straftaten im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 657 (+14,9 Prozent) auf insgesamt 5.061 Fälle, liegt damit aber noch unter dem Niveau von 2013 (5.243 Fälle). Die Aufklärungsquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 82,8 Prozent. Den größten Anteil nehmen die Betrugsdelikte mit 4.289 Fällen (84,7 Prozent) ein. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsfeld liegt bei 85,8 Prozent. Zunahmen sind insbesondere beim Erschleichen von Leistungen (+225 Fälle), beim Leistungsbetrug (+83 Fälle), beim Computerbetrug (+40 Fälle) und beim sonstigen Sozialleistungsbetrug (+38 Fälle) feststellbar. Für den Bereich der Internetkriminalität wurden für 2020 insgesamt 2.222 Fälle registriert (2019: 1.704 Fälle). Die Aufklärungsquote liegt bei 90,0 Prozent. Rund 72 Prozent aller Straftaten sind Vermögensdelikte. Dabei stellt der Waren-/Warenkreditbetrug mit 726 Fällen den größten Anteil dar. Bei der Internetkriminalität handelt es sich um Delikte, die mit dem Tatmittel Internet verübt wurden. Die dortigen Deliktsfelder weisen eine große Bandbreite auf, die vom einfachen Betrug bis hin zum hochprofessionellen Hacking-Angriff reicht. Die Fallzunahmen lassen sich unter anderem mit der immer stärkeren Nutzung des Mediums „Internet“, einer vereinfachten Handhabung im Umgang mit internetfähigen Endgeräten und einer – in Teilen sicherlich auch der Pandemie geschuldeten – steigenden Nutzung des weltweiten Online- Handels erklären.

Deutlicher Anstieg bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Im Jahr 2020 wurden 493 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bei einer Aufklärungsquote von 89,9 Prozent bekannt. Dies stellt einen Anstieg um 173 Fälle bzw. 54,1 Prozent dar und ist größtenteils auf eine erhebliche Zunahme bei der Verbreitung verbotener pornografischer Inhalte zurückzuführen. Gerade im Bereich der sexualisierten Gewalt wird von einem großen Dunkelfeld ausgegangen – dabei wird die Polizei durch stetig anwachsende Datenmengen, immer schnellere Internetverbindungen sowie einer Vielzahl an verfügbaren Internetdiensten zur Verbreitung von Missbrauchshandlungen vor große Herausforderungen gestellt. Mit der Einrichtung der Besonderen Aufbauorganisation FOKUS (Fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie Und Sexuellen Missbrauch von Kindern) hat die Hessische Polizei darauf reagiert und ihre Ermittlungen in den Deliktsbereichen sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie gegen Kinderpornografie seit dem 01. Oktober 2020 gebündelt und intensiviert. Die BAO FOKUS ist im Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) zentral angesiedelt und hat in sämtlichen Polizeipräsidien Regionalabschnitte gebildet, um zentral koordiniert landesweit Ermittlungsverfahren zu führen. Allein im Regionalabschnitt des Polizeipräsidiums Osthessen verfolgen derzeit rund 15 Ermittlerinnen und Ermittler gezielt Sexualverbrechen an Schutzbefohlenen. In Osthessen stiegen die Fallzahlen des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Vergleich zum Vorjahr um 22 auf 90 Fälle. Bei den Delikten im Bereich der „Kinderpornografie“ ist ein Anstieg um 12 auf 51 Fälle zu verzeichnen. Den größten Anteil an den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stellt jedoch die Verbreitung pornografischer Schriften mit 193 Fällen dar. Hier ist ein Anstieg um 75,5 Prozent bzw. 83 Fälle im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Fast dreiviertel der Tatverdächtigen gehören in diesem Deliktsbereich der Altersgruppe bis 21 Jahren an, mehr als jeder Zweite ist zwischen 14 und 17 Jahren. Die Fallzahlensteigerung resultiert im Wesentlichen aus neuen gesetzlichen Meldeverpflichtungen US-amerikanischer Internet-Provider, wonach strafbares Nutzerverhalten über eine Non-Government-Organisation (NGO) unmittelbar und automatisiert an die zuständigen nationalen Behörden zur Einleitung von Strafverfahren gemeldet wird.

DIGITAL NATIVE heißt eine neue Präventionsoffensive des Polizeipräsidiums Osthessen

Ob Cybermobbing, Cybergromming, Hate-Speech, Pornographie oder Sexting: Die Gefahren für Heranwachsende sind in sozialen Netzwerken, Chats oder Streaming Plattformen allgegenwärtig. Immer häufiger teilen Kinder und Jugendliche – oft auch leichtfertig – nicht nur pornografische Inhalte, sondern auch grausame Gewaltdarstellungen oder extremistische Inhalte in Chats und Messengern. In vielen Fällen ist dies strafbar. Mit DIGITAL NATIVE hat das Polizeipräsidium Osthessen – in Kooperation mit dem Landkreis Fulda und dem Staatlichen Schulamt des Landkreises Fulda – in diesem Jahr ein neues Präventionsprojekt ins Leben gerufen, um Kinder und Jugendliche über den strafrechtlich relevanten Umgang mit sozialen Medien aufzuklären und dem steigenden Fallzahlenaufkommen entgegenzuwirken. Den Auftakt bildete ein virtueller Fachtag im Februar dieses Jahres. Dabei wurden rund 120 Schulleiter:innen, Sozialarbeiter:innen und Lehrkräfte mit digitalem Bildungsauftrag aller weiterführenden Schulen im Landkreis Fulda, aber auch die Trainer:innen der osthessischen Präventionsprogramme PiT (Prävention im Team) und Cool sein – Cool bleiben in die Thematik eingewiesen. „Neben rechtlichen Aspekten, der Phänomenologie und dem aktuellen Nutzungsverhalten haben wir auch mögliche Unterstützungsangebote für Schulen von Netzwerkpartnern beleuchtet“, wie Kriminalhauptkommissarin Rosmarie Welke von der Präventionsabteilung der osthessischen Polizei erklärt. Mit Lehrkräftefortbildungen, gezielter Eltern- und Schülerarbeit, aber auch anhaltender Präventionsarbeit in den Medien, sollen die unterschiedlichen Zielgruppen künftig erreicht und im Umgang mit strafrechtlich relevanten Inhalten sensibilisiert werden. „Die Initiative DIGITAL NATIVE zielt auf die Verhinderung von Straftaten und seelischen Belastungen oder Verängstigungen sowie den geschulten Umgang mit digitalen Medien ab“, so Voß. „Wir wollen mit unseren Kooperationspartnern aufklären und helfen. Fragen beantworten wir gerne!“ +++ pm

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