Konsequent gingen Beamte des Polizeipräsidiums Mittelhessen am Karfreitag gegen Raser, illegale Tuner und Poser vor. Die Beamten hatten dabei Kontrollen in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill und Wetterau durchgeführt und mussten an den eingerichteten Kontrollstellen mehrfach Auto- und Motorradfahrer aus dem Verkehr ziehen.

Zuletzt hatten sich Hinweise darauf ergeben, dass sich Fahrer von hochmotorisierten PKW und Krädern treffen und dann offenbar durch quietschende Reifen, aufheulende Motoren und laute Auspuffanlagen auffallen. Tatsächlich konnten Polizeibeamte am Freitagmittag am Messeplatz in Marburg auf fast 150 PKW treffen. Viele der Fahrzeugführer suchten dann aber schnell das Weite, als die Polizei mit mehreren Streifenwagen anrückte. Ähnliche Feststellungen machte die Polizei wenig später im Bereich der Zollbuche (Lahn-Dill-Kreis) und in Biebertal – Krumbach. Bei den vielen Kontrollen, die darüber hinaus noch in Wetzlar, Bad Nauheim, Lollar und Gießen durchgeführt wurden, mussten zehn Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Die sieben PKW und die drei Motorräder waren offenbar alle illegal getunt, so dass die Betriebserlaubnis erlosch. Bei zwölf weiteren Fahrzeugen wurden Mängelanzeigen ausgesprochen. Auch im Blickpunkt der Beamten stand die überhöhte Geschwindigkeit. 41 Mal waren Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Den Vogel schoss ein Ferrari Fahrer am Aartalsee ab; er war statt der erlaubten 100 km/h mit 178 km/h unterwegs. Er ist drei Monate seinen Führerschein los, bekommt zwei Punkte und muss ein Bußgeld von 600 Euro zahlen. In Bad Nauheim musste ein Autofahrer mit zur Blutentnahme. Er hatte offenbar Drogen genommen.

Treffen auch in Fulda

Auch in Fulda kam es am Freitagabend am Gerloserhäuschen zu einem Treffen nach Aufnahme der Personaldaten wurde das Treffen von der Polizei aufgelöst. Den Weg zum Grillplatz hatten die Beamten gesperrt. Über einen Feldweg sind einige Autofahrer in Richtung Aschenberg geflüchtet. Doch die Polizei hatte alle Straßen so abgesperrt, dass es schließlich in einer Sackgasse endetet. Die Beamten nahmen die Personalien und die Daten der Fahrzeuge auf und das Treffen wurde aufgelöst. Aber die zum Feiern aufgelegten etwa 50 Autofahrer fuhren nicht den Weg nach Hause, sondern nahmen den Weg in die Fuldaer Innenstadt. Hier sperrte die Polizei die Bardostraße auf Höhe des Löhertors ab. Der Parkplatz der SB Union und der Tegut-Parkplatz bei Dipperz waren weitere Haltepunkte. Später noch ein Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in Hosenfeld. Organisiert hatte man sich wie heutzutage üblich über die sozialen Netzwerke. Gegen Mitternacht war das Spektakel dann aber vorbei. +++

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