Tödlicher Absturz eines Leichtflugzeuges am Dienstagnachmittag nahe Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis. Direkt an einer Landstraße und parallel zu einer Bahnstrecke stürzte der Flieger mit zwei Personen besetzt ab und zerschellte in einer Böschung. Für die anrückende Feuerwehr war die Situation zunächst völlig unklar, da die Absturzstelle auf den ersten Blick nicht ersichtlich war. Sofort sperrten die Kräfte den Unglücksort ab, konnten den Opfern, die augenscheinlich sofort tot waren, nicht mehr helfen. „Im Flugzeug sind Sprengkapseln verbaut, die bei einem Absturz einen Fallschirm zünden sollen. Diese müssen nun kontrolliert gesprengt werden“, erklärte Thomas Leipold von der Polizei. Aus diesem Grund waren auch erfahrene Kollegen des LKA angerückt, die diese Aufgabe übernahmen.

Mit Eintreffen von Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen konnten dann die eigentlichen Bergungsmaßnahmen beginnen. Mit Kran der Berufsfeuerwehr Frankfurt wurde das Wrack an- und auf die Straße gehoben. Erst jetzt konnten die Helfer die beiden Insassen bergen. Bei den Männern handelte es sich um einen 53- und 67-Jährigen. „Einer von ihnen war ein sehr erfahrener Pilot und Berufsflieger. Auch der andere war in der Fliegerei aktiv. Beide kannten sich schon sehr lange“, teilte Dr. Benjamin Schaum vom betroffenen Verein mit. Er schließt einen technischen Defekt an dem Flugzeug, dessen Flugplatz rund einen Kilometer von der Unfallstelle entfernt lag, aus: „Das waren zwei so erfahrene Piloten, denen hätte so ein Fehler nicht unterlaufen könnten.“ Er ringte an der Absturzstelle um Worte: „Solche Unfälle sind eine Katastrophe für uns. Die beiden gehörten zu uns.“

Was die Katastrophe auslöste, ist noch vollkommen unklar. Nach der Bergung entfernte die Feuerwehr mit hydraulischen Gerätschaften die Flügel, ehe die Maschine auf einen Tieflader gehoben sowie für weitere Untersuchungen abtransportiert wurde. Im Anschluss fand auch für die Einsatzkräfte eine Nachsorge statt. „Der Absturz vom Flugzeug ist nicht alltäglich und belastet die Kräfte auch sehr. Gerade bei zwei Todesopfern“, so Leipold. In den letzten 10 bis 15 Jahren sei solch ein Unglück in Gelnhausen nicht vorgekommen, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch deshalb wurden die Kräfte durch die Notfallseelsorge unterstützt, die bei der Nachbereitung helfen sollte. +++

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