Eine waghalsige und lebensgefährliche Aktion leistete sich gestern ein 18-Jähriger aus Berlin. Weil er seine Rauchpause auf dem Bahnsteig offensichtlich zu lang ausdehnte, verpasste er den Wiedereinstieg in den Zug. Auch die vorhergehende Aufforderung des Zugbegleiters, die Rauchpause zu beenden und wieder einzusteigen, ignorierte er. Als der Zug, ein Flixtrain auf der Fahrt von Stuttgart nach Berlin, sich plötzlich in Bewegung setzte, sprang der junge Mann plötzlich auf ein Trittbrett. Er fuhr einen kurzen Abschnitt (etwa 50 m) außen auf dem Zug mit. Der Zug wurde gestoppt! Das Zugpersonal, welches den Vorfall mitbekommen hatte, stoppte den Zug sofort und verständigte die Bundespolizei. “Dieses Verhalten ist absolut lebensgefährlich! Wir warnen eingehend vor solchen leichtsinnigen Handlungen. Die Gefahr, abzurutschen und vom Zug überfahren zu werden, ist sehr groß!”, sagte der stellvertretende Inspektionsleiter der Bundespolizeiinspektion Kassel, Erster Polizeihauptkommissar Rafael Gorzel. Der Zug erhielt wegen des Vorfalles eine geringe Verspätung. Beamte vom Bundespolizeirevier Fulda stellten die Identität des Mannes fest und leiten gegen den 18-Jährigen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Der Berliner wurde anschließend vom Zugpersonal von der Weiterfahrt ausgeschlossen. +++