Zu insgesamt 50 Einsätzen von Malges bis Dammersbach mussten die Hünfelder Feuerwehren am Dienstagabend während des Fußballländerspiels Deutschland : England ausrücken. Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam waren die Feuerwehren aus allen Stadtteilen mit insgesamt 130 Einsatzkräften teilweise bis nach Mitternacht beschäftigt, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen, Sandsackbarrieren zu bauen und Verkehrswege frei zu räumen. Bürgermeister Benjamin Tschesnok informierte sich den ganzen Abend vor Ort über die Einsätze und dankte den Feuerwehrfrauen und -männern für Ihre professionelle Arbeit. Durch ihren gut organisierten und engagierten Einsatz sei es gelungen, noch größere Schäden zu verhindern.

War der starke Gewitterschauer in der Nacht zum Montag noch vergleichsweise glimpflich ausgegangen, so waren die Feuerwehren umso mehr am Dienstagabend gefordert. Praktisch alle Stadtteile einschließlich der Kernstadt, die östlich der Haune liegen, waren nach Angaben von Rübsam betroffen. Die Feuerwehren hatten sich angesichts der Wetterprognosen bereits auf diese Einsätze eingestellt und das so genannte „Unwettermodul“ ausgerufen.

Deshalb konnten die schwierigen Einsatzlagen mit dem vorhandenen Gerät wie Tauchpumpen erfolgreich bewältigt werden. Auch das Technische Hilfswerk aus Fulda unterstützte die Hünfelder Feuerwehren mit einer Lieferung an Sandsäcken. Diese wurden gebraucht, um den Parkplatz an der Hasel unterhalb der Seniorenresidenz zu halten, berichtet Rübsam. Die Parkplätze seien geräumt und die Betreiber der Ladenlokale und der Seniorenresidenz informiert worden. Dank der Sandsackbarriere konnten allerdings größere Schäden vermieden werden. Betroffen waren auch die Technikräume des Hünfelder Freibades. Dort standen Pumpen und andere technische Geräte unterhalb des Sprungturms unter Wasser. Das Bad ist derzeit außer Betrieb, bis neue Pumpen geliefert und eingebaut sind. Auch in die Kindertagesstätte in Kirchhasel war Außengebietswasser eingedrungen. Dort stand der Keller 1,5 Meter tief unter Wasser. Weitere Einsätze gab es in Großenbach und Roßbach sowie an vielen privaten Häusern, wo Wassermassen in die Keller gelaufen waren.

Das sogenannte Unwettermodul habe sich bei den Einsätzen sehr bewährt, weil alle Anforderungen der Feuerwehren mit vereinten Kräften „abgearbeitet“ werden konnten, zieht der Stadtbrandinspektor Bilanz. +++ pm