Im Laufe des Samstagnachmittags wurde der Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen mehrfach von einer Gewitterfront passiert. Ab 18.00 Uhr zentrierte es sich im Raum Fulda. Aufgrund Starkregens von 50-100 Liter pro qm in der Stunde kam es hier zu überfluteten Straßen, unzähligen herausgesprungen Gulli- und Kanaldeckeln, vollgelaufenen Kellern und Erdabgängen. Die Feuerwehr registrierte für den Landkreis Fulda 330 Einsätze, die aufgrund der Schadenslagen noch andauern bzw. auch am morgigen Tag noch abgearbeitet werden müssen. Der Schwerpunkt lag mit 230 Einsätzen im Stadtgebiet Fulda (Stand 22.30 Uhr). Glücklicher Weise wurde bei all diesen Ereignissen niemand verletzt. Auf den Autobahnen rund um Fulda ereigneten sich aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse vier Unfälle. In Höhe Flieden verlor um 19.54 Uhr auf der A66 ein 19-jähriger aus Frankfurt die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich auf der Böschung. Er und sein Beifahrer mussten mit vermutlich leichten Verletzung in Fuldaer Krankenhäuser eingeliefert werden. Die übrigen Unfälle blieben ohne Personenschaden. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg blieb von der Gewitterfront unbehelligt. Im Vogelsbergkreis musste bei Alsfeld-Eifa die L 3144 wegen Überflutung gesperrt werden.

Aufgrund der Vielzahl an eingehenden Notrufmeldungen entschied sich die Leitstelle Fulda dazu, in der Gemeinde Hofbieber sowie in vielen weiteren Gemeinden des Landkreises das sogenannte “Unwettermodul” auszurufen. Beim Unwettermodul wird im Feuerwehrgerätehaus Hofbieber eine kleine Einsatzzentrale aufgebaut und alle Einsätze im Gemeindegebiet selbst gesteuert und die Kräfte koordiniert. Alle Feuerwehren der Gemeinde wurden parallel alarmiert und besetzten ihre Gerätehäuser um auf Einsatzaufträge zu warten. Eingeleitete Maßnahmen: Es gab mehrere Einsatzstellen im Gemeindegebiet. Die Hauptarbeiten waren das Auspumpen von vollgelaufenen Kellern und die Absicherung und Reinigung von Fahrbahnen welche mit Schlamm und Geröll überflutet waren. Dabei wurden die Feuerwehren mit Personal und Gerätschaften vom gemeindlichen Bauhof unterstützt. Die genaue Auswertung der Einsatzzahlen muss noch erfolgen und wird nachträglich angepasst. Im Vergleich mit früheren Unwetterlagen kam die Gemeinde Hofbieber allerdings noch glimpflich davon. Alle Einsatzstellen konzentrierten sich auf einzelne Häuser oder Straßen, es gab keine flächendeckenden Schadenslagen. +++

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